Heißnadelstrickereien bei den Coronatestzentren

Mich würden Dinge zu den Testzentren interessieren und ich frage mich, ob man hier Fragen bündeln oder eine gute Vorlage gießen könnte:

1. Geld:

  • GmbHs oder andere Unternehmensformen, die um den Testauftrag herum erstellt wurden:
    – Beteiligungen
    – Verträge mit mit den testbeauftragten Unternehmen
  • Welche Kosten übernimmt der Staat/das Land/der Kreis/die Kommune?
    – Pro Testung/Pro Testzentrum?
  • Wie fand die Auftragsvergabe an das Unternehmen statt?

2. Kontingente:

  • Wie groß sind die Kapazitäten der Testzentren?
  • Wie viele gebuchte Kapazitäten verfallen?
    – z.B. wegen nicht wahrgenommener Reservierungen
  • Gibt es exklusiv zugesicherte nichtöffentliche Kontingente?
    – z.B. für Personal, Partner, Beherbergende der Testeinrichtung, Personen mit anderweitig begründetem Sonderbedarf

3. Ergebnisübermittlung & Datenschutz:

  • Wie kommt das Testergebnis zum/r Getesteten?
    – Mail/SMS/Webabruf
  • Findet die Übermittlung der Ergebnisse verschlüsselt oder im Klartext statt?
  • Gibt es eingeweihte Drittanbieter?
    – Mail/SMS/Post/Fax/Brieftaube
    – Besonders spannend beim Versand von Ergebnissen im Klartext hier sollten Auftragsdatenverarbeitungsdinge geregelt sein.
  • Gibt es Schnittstellen für die Testergebnisse?
    – Sormas, CoronaWarnApp, Sonstige Applikationen, …
  • Welche Daten werden an Drittanbieter weitergeleitet?
    – Mailadressen an Newsletteranbieter für Registrierung/Ergebnisversand
  • Bei Webseiten zu Registrierung/Ergebnisabruf: Wo werden die gehostet?
    – US-Anbieter, DSGVO/Privacy Act, …
  • Wie wird die Fälschungssicherheit vorzeigbarer Ergebnisse gewährleistet?
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Weil ich mit den Fragen auch schon Mal beschäftigt habe anbei jedenfalls Antworten auf Basis der Corona TestVO (https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Verordnungen/Corona-TestV_BAnz_AT_09.03.2021_V1.pdf&ved=2ahUKEwin8pXQn-jvAhWqh_0HHTk5AQUQFjAAegQIBhAC&usg=AOvVaw1cd5NvWtF4KUrBp8kLet0l)

Ansprechpartner dürften wohl die kassenärztlichen Vereinigungen sein.

Spannend fände ich insb. den Auswahlprozess (gab es überhaupt einen?) der Anbieter.

Weiterhin interessant ist, wie die Abrechnung genau funktioniert? Werden Namenslisten aller Getesteten übersandt? Reicht die Angabe der Anzahl der getesteten Personen?

  • Welche Kosten übernimmt der Staat/das Land/der Kreis/die Kommune? Die kassenärztliche Vereinigung übernimmt pro Test die Sachkosten (bis zum 31.03 max. 9 Euro, ab 1.4. max 6 Euro) und 15 Euro für die Probenentnahme.
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Erkenntnisstand meiner eigenen Nachforschungen:
Meine Ergebnis-SMS kam von einem nicht benannten Dienst, die Email kam über einen Newsletteranbieter, die Website wird durch cloudflare und google-cloud (firebase-datenbank) getrieben und meine Ergebnis-PDF durfte ich mir gerade ungeschützt (etwas komplexere url) aus der google-cloud ziehen.
Ach ja der Link dazu wurde noch durch einen URL Shortener gezogen.

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